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Mutter und Vater
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Aneurysma

Mutter und Vater

 
06.02.2008 06.02.2008
Impressions of my mother Impressionen und Eindrücke meiner Mutter
(written by my mother) (geschrieben von meiner Mutter)
I remember the day of the accident and, the many weeks after it. Thursday, the 11. August 2005 was for me a day like any other - only afterwards I recognized that I had an unusual unrest in me. Normally I do not believe in such things. But it was something that frightened me completely fundamentally. The following morning then the message of Hartwig's accident. My man and I were as agitated by the thunder. How does it continue with Hartwig, what happens next? We knew from a similar case in the circle of acquaintances, which found a good end after relatively short time. Of course we hoped naturally also for our case for a similar result. I wanted to travel do Berlin as fast as possible - they said that life is not 100 percent in danger - but how knows that? I call myself as a believing christian and tried with prayers to take comfort.

Having arrived in Berlin, Annett and I made together with Maya a first visit to the hospital. My first impression was rather frightening. Many machines there, Hartwig fixed and without consciousness.

The next 4 weeks we saw ourselves daily twice at the hospital, but no news. Hartwig before hat healthy and strong - now helplessly, participateless and dependently. We were always full of fear, which will happen next when we visited him. We tried to get reactions by body contact. Sometimes we believed to feel an easy handshake. By high fever, unknown reason, his situation got worse. Different treatments did not bring the expected success. Only the leg break healed relatively good.

We went to Hartwig into the room, one remained alternating with the child in the vestibule. After some weeks in which we waited without success for a reaction of Hartwig, we - Annett, Maya and I again we where waiting grievedly in the vestibule as Hartwig was driven in the hospital bed by. We waited in all the weeks in vain for a reaction and were considerable depressed. 

What the trip was for and where Hartwig become attentive to the child, we don't know  - he showed suddenly a reaction. We were lucky together with the care forces and surprised. A controversy between the doctors and the care forces inflamed  between the two forces. Would it be an advantage to take a child also into the treatment room? We were allowed to take Maya also in the treatment room - once! We took her to the bed of Hartwig - Maya at that time a good half year old - showed no fear and it were like a small miracle - Hartwig opened the eyes and cared the child. We were so glad! Due to substantial doubts of the medical profession this attendance was unique. Even if in the consequence still many difficulties and setbacks arose - this was the beginning of the improvement. It was of course a bit frightening to see how much of the brain was damaged. But Hartwig was developing such a lot of optimism and was spending such a lot of effort to re-establish as much as possible. And that is now, 2 1/2 years after that still necessary. 

With beginning of the rehabilitation in Kladow Hartwig began to start to learn, learn and learn to improve his status. By his wife Annett he got and he gets supported excellent. It makes us all happy that we can support him and we try to strengthen him. The balance of all efforts is so far absolutely great and will surely continue.

We are happy that he kept his love-worth nature and we hope that he will be able to recover as fast as possible.

What I for my part experienced during that time, belongs to the worst experiences of my life. In all experienced fears, my believe in God was the secure refuge in all emergencies. With this confidence I go into the future. Everything which I wrote, applies also to my husband.

 

 

Ich erinnere mich an den Tag des Unfalls und die vielen schweren Wochen danach. Donnerstag, der 11. August 2005 war für mich ein Tag wie jeder andere - nur im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass ich an diesem Abend eine außergewöhnliche Unruhe in mir hatte. Eigentlich glaube ich nicht an solche Dinge. Aber es war etwas, was mich ganz fundamental ängstigte. Am folgenden Morgen dann die Nachricht von Hartwigs Unfall. Mein Mann und ich waren wie vom Donner gerührt. Wie geht es mit Hartwig weiter, was kommt auf uns zu? Wir wussten von einem ähnlichen Fall im Bekanntenkreis, der nach relativ kurzer Zeit ein gutes Ende fand. Wir hofften natürlich auch für unseren Fall auf ein ähnliches Ergebnis. Jedenfalls wollte ich schnellstmöglich nach Berlin reisen - zwar hieß es, Todesgefahr bestehe nicht absolut - aber wer weiß? Ich bezeichne mich als einen gläubigen Menschen und versuchte mich mit Gebeten zu trösten.

In Berlin angekommen machten Annett und ich zusammen mit Maya gleich einen ersten Besuch auf der Station. Mein erster erschreckender Eindruck war eher niederschmetternd. Apparate - Apparate, Hartwig fixiert und ohne Bewusstsein.

Die nächsten 4 Wochen erlebten wir bei unseren täglich zweimaligen Besuchen nichts Positives. Hartwig vorher gesund und kräftig - nun hilflos, teilnahmslos und abhängig. Wir waren immer voll Angst, was wir erleben würden bei unseren Besuchen. Wir versuchten, durch Körperkontakt Reaktionen hervor zu rufen. Manchmal glaubten wir, einen leichten Händedruck zu verspüren. Durch relativ hohes Fieber, angeblich unbekannter Ursache, verschlechterte sich der Zustand. Verschiedene Behandlungen brachten nicht den erwarteten Erfolg. Nur der Beinbruch verheilte relativ gut. 

Wir gingen abwechselnd zu Hartwig ins Zimmer, eine blieb mit dem Kind im Vorraum. Nach einigen Wochen, in denen wir vergeblich auf eine Reaktion von Hartwig gewartet hatten, standen wir, Annett, Maya und ich wieder mal wartend und bekümmert im Vorraum als Hartwig zu einer Behandlung bei uns vorbei gefahren wurde. Wir hatten in all den Wochen vergeblich auf eine Reaktion gewartet und waren ziemlich deprimiert. 

Was der Auslöser war und wodurch Hartwig auf das Kind aufmerksam geworden war - er zeigte plötzlich eine Reaktion. Wir waren zusammen mit den Pflegekräften glücklich und überrascht. Nun entbrannte ein Streit unter den Ärzten und den Pflegekräften. Wäre es von Vorteil das Kind mit ins Behandlungszimmer zu nehmen? Wir durften Maya mit ins Zimmer nehmen - einmal! Wir setzten sie aufs Bett - Maya, damals ein gutes halbes Jahr alt, zeigte keine Furcht und es war wie ein kleines Wunder - Hartwig öffnete die Augen und streichelte das Kind. Wir waren so froh! Aufgrund massiver Bedenken der Ärzteschaft war dieser Besuch einmalig. Wenn auch in der Folge noch viele Schwierigkeiten und Rückschläge auftraten - dies war der Anfang der Besserung. Zwar war es erschreckend, mitzubekommen, wie viel im Gehirn zerstört war. Aber Hartwig ging mit großen Fleiß und Optismus daran alles wieder aufzubauen. Und das ist auch leider jetzt, 2 1/2 Jahre danach immer noch nötig. 

Mit Beginn der Reha in Kladow fing Hartwig mit großer Energie an durch Üben, Üben und Üben - seinem Zustand zu verbessern. Von seiner Frau Annett bekam und bekommt er jede Unterstützung. Wir alle freuen uns über jeden Erfolg und sind bemüht, ihm den Rücken zu stärken. Die Bilanz aller Bemühungen ist bisher absolut großartig und wird sich sicher fortsetzen.

Wir sind glücklich darüber, dass er sein liebenswertes Wesen behalten hat und hoffen mit ihm fest auf Wiederherstellung der Fähigkeiten.

Was wir besonders auch ich für meinen Teil als Mutter in dieser Zeit erlebt habe, gehört zu den schlimmsten Erfahrungen meines Lebens. In allen erlebten Ängsten aber war und ist mir mein Glaube an Gott der Halt und die Zuflucht in allen Nöten. Mit diesem Vertrauen gehe ich in die Zukunft. Alles was ich geschrieben habe, gilt auch für meinen Mann.

 
 
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